Fotografie-Safari mit der Kompaktkamera

Durch Instagram habe ich meine Liebe zur Fotografie entdeckt. Am Anfang kam ich mir blöd vor und fragte mich, was für Fotos ich hochladen und wen das interessieren soll? Dazu hatte ich das Procedere mit den Hashtags gar nicht mitbekommen und brauchte mich nicht zu wundern, dass meine Bilder ganz genau null Likes bekamen. Wenn man nicht weiß, dass etwas da ist, wird man auch nicht danach suchen. Natürlich geht es nicht um unzählige »Gefällt mir«-Angaben. Es ist aber trotzdem eine Bestätigung, dass ich ein tolles Foto aufgenommen habe. Ich zeig mal, wie ich mich an die Fotografie herangepirscht habe und was für Tipps ich für den Kauf einer passenden Kamera (z. B. für BloggerInnen) geben kann.

But first let me take your selfie

Zuerst bin ich noch mit dem Smartphone rumgerannt und habe hier und da meine Umgebung abgelichtet. Durch unsere Hündin Pauline war ich mehr in der Natur unterwegs und habe viele schöne Motive (inklusive meiner Bärin) gefunden.

pauline-fotografie

Mittlerweile lässt sie sich nicht mehr so gerne fotografieren. Sobald ich meine Kamera auf sie richte, guckt sie empört zur Seite. So viele Fotos exisitieren von unserer Pauli und für keins davon hat sie bisher eine Model-Gage bekommen. Da fühlt sie sich angepupst und stellt sich gerne tot.

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Neben unserem Stinktier gibt es aber auch noch andere Motive abzulichten, wie zum Beispiel Kaninchen die sich unwissentlich auf Bilder mogeln. Es gibt eben auch Tiere, die gerne fotografiert werden und keine Diva-Allüren zeigen!

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Foto-Models in der Wildnis

Andere Tiere und Insekten sind weitaus dankbarer und weniger zickig, wenn man sie fotografiert. Ein bisschen Wartezeit und Glück gehören oftmals dazu. Ich schleiche den Objekten meiner fotografischen Begierde mit gezückter Kamera hinterdrein und hoffe, dass sie lange genug still posieren, um ein schönes Motiv zu erhalten.

taube-trinkt-fotografie

futternde-libelle-fotografie

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Fotografie mit dem Smartphone

Ich bin mit meinem iPhone irgendwann an gewisse Grenzen gestoßen. Das Einzoomen von Details bei größerer Distanz kann man vergessen. Es ist nicht möglich ein scharfes Close-up von meiner Model-Diva Pauli zu schießen, wenn sie weiter entfernt ist und es nicht unbedingt mitbekommen soll, dass sie wieder Teil eines unbezahlten Shootings ist. Autofokus funktioniert nur, sobald man das Display antippt. Aufnahmen mit Selfie-Stick über Bluetooth-Auslöser werden so zu einer ziemlich unscharfen Angelegenheit. Eigentlich sollte beim unteren Bild die Libelle scharf sein und nicht der Hintergrund.

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Himmelskörper, wie der Mond wirken auf Fotos eher, wie eine Glühbirne vor dunklem Hintergrund.

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Man kann natürlich auch schöne Fotos mit dem Smartphone aufnehmen. Es gibt Apps, wie »ProCamera« und Gadgets, mit denen man die Funktionen des Objektivs noch etwas mehr ausreizen kann, aber ich wollte mich an den Gebrauch einer Kamera gewöhnen.

Klick-Klick Flash

Ich war ziemlich unbeleckt von dem Thema und hatte keine Ahnung von den verschiedenen Kamera-Modellen. Der letzte Foto-Apparat, den ich sporadisch benutzt habe, war noch irgendeine Analog-Kamera, die langsam in meinem Schrank verschimmelt. Ich weiß gar nicht mehr, was auf dem Film in dieser Kamera ist. Wenn ich wetten dürfte, dann sind es bestimmt keine Fotos von meinem Essen oder Selfies mit Entenschnüss.

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Wie die Zeiten und die Motive in der Fotografie sich doch ändern!

5 Tipps für den Kauf einer passenden Kamera

Ich schäme mich nicht zuzugeben, dass ich meine neue Kompaktkamera zuerst für ein digitale Spiegelreflex-Kamera (DSLR) gehalten habe. Der Verkäufer hätte mir wahrscheinlich eine Camera Obscura als neuestes Modell direkt von der Photokina verkaufen können. Die Unterschiede zwischen Kompakt-, Spiegelreflex-, Bridge- und Systemkamera waren mir damals noch völlig unbekannt und vollkommen egal. Als Bloggerin waren mir aber doch ein paar Eigenschaften für meine erste Kamera wichtig:

  • ein Schwenkdisplay
  • Wi-Fi Verbindung
  • massig Megapixel
  • leichte Bedienung
  • und ein akzeptabler Preis

Letztendlich habe ich mich für eine Nikon Coolpix S9900 entschieden.

Das Schwenkdisplay ist nützlich, falls das Motiv sich in einer Höhe oder einem Winkel befindet, der einen Blick auf ein fest verarbeitetes Display nicht möglich oder sehr schwierig macht. Für Blogger mit Vlogs ist ein Schwenkdisplay sehr hilfreich, da man sich bei der Aufnahme des Videos (oder auch Fotos) selber betrachten und gegebenenfalls sofort (Positions-) Änderungen vornehmen kann.

Mit der Wi-Fi Verbindung kann ich meine Lieblingsfotos direkt auf mein Smartphone laden und versenden oder auf meinen Social-Media-Kanälen veröffentlichen.

Die Megapixel sind für die Auflösung des Fotos interessant. Solange man nicht eine ganze Wohnzimmerwand mit einem Lieblingsfoto tapezieren will, sind 10 Megapixel ausreichend für eine Kamera. Als unbewanderter Amateur fällt man ja gerne auf große Zahlen rein. 24 Megapixel klingen echt super und versprechen tollere Bilder als »popelige« 16 Megapixel. Jedoch müssen diese Pixel ja irgendwo draufpassen und da dieser Platz nunmal begrenzt ist, sind die 24.ooo.ooo Pixel sehr zusammengequetscht auf diesen Platz verteilt. Dies wiederum verbessert die Qualität des Fotos nicht, sondern verschlechtert sie. Größer ist demnach nicht immer besser! Besonders bei der Nutzung von Bildern fürs Internet, macht es keinen Sinn sich sofort eine superteure Profi-Kamera anzuschaffen. Die Bilder sollten sowieso in ihrer Dateigröße vermindert werden, um ein langsames Laden der Website zu verhindern.

Die Bedienung meiner Kompaktkamera war am Anfang etwas schwierig. Es hat etwas gedauert, bis ich herausgefunden hatte, wie ich mit der Kamera umgehen muss. Oft hatte ich auch den Gedanken, dass die mangelhafte Qualität der Fotos eher an der Kamera lag und nicht an meiner Unwissenheit über Fotografie. Man glaubt dann sehr schnell, dass eine »bessere« und »teurere« Kamera diese Probleme beheben würde. Dies kann zu einem sehr kostspieliegen Irrtum werden, denn in 99,9 Prozent der Fälle ist die Kamera nicht schuld an den misslungenen Bildern. Zumindest nicht bei Amateuren! Ich musste mich eine gewisse Zeit mit meiner Kamera befassen und auch ein bisschen lesen, um zu verstehen, wie ich Fotos erhalte, mit denen ich zufrieden bin. Als blutige Anfängerin habe ich aber trotzdem noch sehr viel im Bereich der Fotografie zu lernen.

Die typischen Elektronik-Shops sind nicht immer die günstigsten Anbieter von Digitalkameras. Es lohnt sich nach einem günstigen Preis für sein Wunschmodell zu suchen. Amazon, Ebay oder eGlobal Central haben oft preisgünstige Angebote von ansonsten teuren Kameras. Es lohnt sich auch nach gebrauchten Modellen zu suchen. Bei Foto Gregor erhält man gebrauchte Kameras auf die es ein Jahr Garantie gibt. So hat man die Möglichkeit mit einer guten Kamera einzusteigen, ohne den ganzen Preis zu zahlen und sich beim ersten Kratzer auf dem Gehäuse den Strick nehmen zu wollen.

Durch die diesjährige Photokina werden die Preise für vorige Kamera-Modelle fallen, was dies eine gute Zeit zum Kauf einer Kamera macht. Also, passendes Kamera-Modell wählen, Preise vergleichen und zugreifen. Viel Spaß beim Fotografieren!

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2 Comments

  1. Himmelsblume
    1. Oktober 2016 / 21:58

    Huhu.

    Schöne Bilder und sehr süßer Hund 😉
    So nah an den Tieren, bzw diese so so Fotografieren ist mit meiner nicht möglich.
    Finde ich sehr beeindruckend. Weiter so..
    Meine Kamera habe ich von meinem Schatz bekommen. Für uns reicht sie aus.

    Alles Liebe

    Nicole von https://himmelsblumen.blogspot.de/

    • Deborah
      2. Oktober 2016 / 17:44

      Hallo Nicole,
      vielen Dank für deinen lieben Kommentar! Ich dachte auch zuerst, dass ich mit meiner Kamera keine Bilder dieser Art machen kann. Ist ja meistens auch Glück, die Tiere und Insekten in dieser Position zu erwischen.
      Liebe Grüße

      Deborah

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