Die Tasche – ein ständiger Begleiter

Eine Tasche ist etwas Wunderbares. Man kann praktisch seinen ganzen Hausstand mitschleppen und hat viel von dem dabei, was man braucht und noch mehr von dem, was man nicht braucht. Ich bin auch eine Taschenträgerin. Ich zeige hier mal ein paar meiner Lieblingsstücke und versuche zu erklären, warum ich immer viel zu viel Zeugs mit mir rumtrage.

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Tasche: Goertz

Träger und Sammler

Oft stellt sich mir die Frage, woher der Drang kommt, so viel Plunder mit sich rumzuschleppen? Neben dem üblichen Frauen-Krempel, trage ich Sachen mit mir rum, von denen ich glaube, dass ich sie unbedingt dabei haben muss. Es könnte ja sein, dass ich eine Bohrmaschine brauche, wenn ich gerade unterwegs bin. Man ist eben gern für jede Gelegenheit gerüstet. Ich denke, dass die Taschenpackerei durch eine Art post-traumatische »warum-hab-ich-das-jetzt-nicht-dabei«-Situation ausgelöst wird. Manchmal habe ich etwas nicht eingepackt, das ich in diesem Moment dringend brauchen könnte, und am nächsten Tag wird es unbedingt in die Tasche gestopft. Da sammelt sich halt einiges an.

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Tasche: Desigual

Ich packe meine Tasche und…

Wenn ich meine Tasche befülle, dann denke ich nicht nur an mich, sondern auch an die Leute, denen ich am Tag begegne und mit denen ich näher zu tun habe. Deshalb habe ich immer ein paar Frischmacher dabei. Im Sommer schwitzt man gerne mal stark, deshalb ist der Deo-Roller mein ständiger Begleiter. Zu dem Deo habe ich immer etwas für den frischen Atem dabei. Ohne Pfefferminz-Bonbons oder Kaugummi gehe ich nicht aus dem Haus. Niemand will deinen Mörder-Mundgeruch nach einem Rollmops oder Knoblauchbrot erschnüffeln müssen. Dazu kann man mit Kaugummi fantastisch seine Aggressionen hinterm Steuer weg kauen, wenn schon wieder jemand vor dir fährt, der seinen Führerschein in der Wundertüte gefunden hat.

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Tasche: Primark

Eine Tasche für jede Gelegenheit

Am Wochenende wird die Taschenladung natürlich etwas abgespeckt. Die Tasche darf dann etwas kleiner ausfallen. Kartenleser und USB-Sticks, die man schon mal im Büro für die Arbeit braucht, können dann getrost zu Hause gelassen werden. Notizbuch und Kuli sind da auch selten nötig. Im Notfall nutzt man die Schreibsel-App auf seinem Smartphone. Die Geldbörse wird auch kleiner. Die Visitenkarten von Hundefriseur, Hausarzt und Co. müssen nicht unbedingt dabei sein. Genauso, wie die Stempelkärtchen diverser Kaffee-Shops, Kosmetikketten und Modeläden. Nur das Notwendige kommt mit. Schlüssel, Smartphone, ein bisschen Geld und ein paar Ersatzschuhe, falls die Party auf einem Berg stattfinden sollte.

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Tasche: SIX

Viele kleine Taschen in einer großen Tasche

Mich nervt nichts mehr, als in einem riesigen, geräumigen Beutel nach meinem Krempel wühlen zu müssen. Alles liegt im Weg und du musst blind fünfundelfzig Dinge abtasten, bis du zu dem Gegenstand kommst, den du eigentlich haben wolltest. Das treibt mich in den Wahnsinn. Deshalb gucke ich beim Taschenkauf immer danach, ob es auch genug Seitentaschen für meine diversen Kinkerlitzchen gibt. So weiß ich, wo alles verstaut ist, und die Wühlerei hat ein Ende. Dazu liebe ich Taschen, die einen kurzen Tragegriff haben. Die passen noch bequem an die Schulter und man hat durch den Arm Kontrolle darüber, dass sich keine Hand in die Täsch mogeln kann.

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Tasche: Desigual

To Backpack or not to Backpack

Manchmal versuche ich auch Experimente mit einem Rucksack. Ich muss zugeben, dass ich die meisten Rucksäcke, die ich auf der Straße sehe, nicht besonders ansprechend finde. Entweder sieht man aus, als ob man gerade aus der Hasenschule kommt oder einen Platz zum Schlafen im nächsten Hostel sucht. Dazu gibt es natürlich das Risiko, dass dir jemand an den Krempel will und schwups – ist das Portemonnaie futsch! Hinten wachsen einem schließlich keine Augen und sich die ganze Zeit unterwegs an den Rücken fassen, um zu checken, ob der Rucksack noch zu ist… Nee, null Bock! Der große Vorteil ist die Entlastung des Rückens. Das Gewicht deines Gerümpels ist gleichmäßiger verteilt, und das macht auf die Dauer eine Menge aus. Meine Kopfschmerzen können ein Lied davon singen. Trotzdem ist ein Rucksack wieder nichts anderes, als ein Sack, indem man nur rumwühlt.

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Sling Backpack: Mandarina Duck

Letztendlich bin ich immer noch auf der Suche nach der perfekten Tasche. Solange ich nicht mein eigenes Haus auf dem Puckel mit mir rumtragen kann, wird es wohl immer noch auf einen vollen Beutel an meiner Schulter hinauslaufen.

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